StoryBits | Die Entstehung von DigiTale Chat Fiction App Teil 2

Aufbruch ins Ungewisse – der Weg zu DigiTale

Ich schätze natürlich noch immer das Gefühl, ein Buch in der Hand zu halten, die Geschichte im Kopf zu Bildern werden zu lassen, mit den Figuren mitzufiebern und gespannt umzublättern. Aber es hat für mich schon etwas Nostalgisches. Warum nicht ein Handy in der Hand halten und gespannt auf das Display tappen?

Generell spüren die meisten Menschen zumindest ab einem bestimmten Alter eine gewisse Abneigung gegen neue Dinge, die liebgewonnene Gewohnheiten infrage stellen. Gleichzeitig haben vor allem junge Leute oft ein Problem, sich auf die älteren Dinge einzulassen, zu denen sie weniger Bezug haben.

Die Zukunft der Literatur

Als ich begann, über die Zukunft der Literatur nachzudenken, wurde mir recht schnell klar, dass sich genau an dem Zeitpunkt etwas Wichtiges ändert, an dem man den Zugriff auf sämtliches Wissen und praktisch alle Kulturprodukte der Welt permanent in der Hosentasche trägt. Dass Kunst und Unterhaltung insgesamt nun auf dem gleichen Spielfeld miteinander konkurrieren wie mit den Nachrichten des Tages, den Botschaften von Freunden und Bekannten, tausenden kleinen Texten, Bildern und Videos, die auf die Erzeugung von Aufmerksamkeit optimiert sind.

Zugleich fiel mir auf, wie vor allem jüngere Leute vermehrt darüber klagten, dass ihnen die nötige Muße, Geduld oder Aufmerksamkeitsspanne fehle, um noch in Ruhe ein ganzes Buch zu lesen. Sofort stellte sich mir die Frage, wie eigentlich die Literatur der Zukunft eigentlich aussehen und publiziert werden müsste, um im Konkurrenzkampf zu bestehen. Wenn es die Handy-Apps sind, die erfolgreicher Minuten der Interaktion gewinnen, warum nicht ein Buch als App herausbringen?

Kalte Spuren nimmt Gestalt an

Nun war mein guter Freund Christoph praktischerweise ebenfalls Hobby-Autor und Programmierer, fand die Idee sofort spannend und wollte sie mit mir umsetzen. An diesem Punkt zögerte ich eine Weile, mich in dieses Abenteuer zu stürzen, da ich eine Menge Arbeit auf uns zukommen sah. Aber Christoph in seiner stets optimistischen Grundeinstellung ließ nicht locker, und so entwarfen wir schließlich den Roman und die App „Kalte Spuren“, als eine Art Alpha-Test meiner Grundidee.

Die Idee von Kalte Spuren

5 Autoren sollten einen kollaborativen Roman schreiben, der sozusagen „live“ während des Schreibens veröffentlicht wird, jeder Autor zuständig für die Perspektive eines Charakters, dessen Kapitel an einem festen Wochentag erschien. Schon an dieser Erklärung hätte man erahnen können, dass es ein kompliziertes Projekt werden würde. 5 Autoren zu finden war gar nicht so schwierig, da mit mir und Christoph ja schon zwei feststanden, dazu kam ein dritter Freund und zwei Damen, jeder mit seinen eigenen Vorstellungen und Schwierigkeiten. Und als die App schließlich fertig programmiert und designed war, Website und Social Media erstellt waren, erwies sich die Hürde von Apples App Store noch als unvorhergesehen hoch, der nicht davon zu überzeugen war, dass es sich auch bei einem Buch um eine App handeln kann.

DigiTale entsteht

Im Nachhinein hat „Kalte Spuren“ zwar Spaß gemacht und ordentlich funktioniert, wir haben aber vor allem viel daraus gelernt. Zum Beispiel, dass meine ursprüngliche Idee noch zu sehr am alten Buch-Format festklebte. Es stellte sich nun die Frage, ob wir das Projekt so professionalisieren konnten und wollten, mit all dem damit verbundenen Aufwand, wie es nötig wäre, um ein Produkt herzustellen, das sich am Markt behaupten kann. Erst als uns die ähnliche Idee „Chat Fiction“ begegnete, fielen die Puzzleteile an die richtigen Plätze, bekamen wir eine klare Vorstellung von einer App, die junge Leser bei ihren Gewohnheiten abholt. So begann das nächste Abenteuer, die Gründung von StoryBits und die Entwicklung von DigiTale.

Jetzt kostenlos im Google Play Store und im App Store erhältlich! Schaut doch einfach mal rein.

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About the author

Björn Coen

CEO & Founder | StoryBits

Björn Coen wurde 1982 in Düsseldorf geboren und hat in Trier Politikwissenschaft studiert, ist aber trotzdem in erster Linie Saarländer. Neben einigen Romanen schreibt er auch gerne Songtexte und ist generell für jedes spannende künstlerische Projekt zu haben.

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